Glasfaser und digitale Verwaltung im Wahlkreis 16 | Philipp da Cunha

Thema 4 von 10 · Landtagswahl MV 2026

Glasfaser, Digitalisierung und moderne Verwaltung im Wahlkreis 16

Wie werden schnelle Netze und digitale Dienste für Unternehmen, Familien und Gemeinden wirklich nutzbar?

Philipp da Cunha SPD Wahlkreis 16 Landkreis Rostock IV

Digitalisierung entscheidet heute mit darüber, ob ein Unternehmen investieren kann, eine Schülerin zuverlässig an digitalem Unterricht teilnimmt, ein Antrag ohne mehrfachen Behördengang bearbeitet wird oder ein landwirtschaftlicher Betrieb moderne Technik einsetzen kann. Im Wahlkreis 16 treffen städtische Strukturen in Güstrow und Bützow auf viele kleinere Gemeinden. Damit digitale Teilhabe nicht vom Wohnort abhängt, braucht die Region leistungsfähige Glasfaser- und Mobilfunknetze, verständliche Verwaltungsangebote, sichere Datenverarbeitung und weiterhin erreichbare persönliche Ansprechpartner.

Digitale Infrastruktur ist Teil der Daseinsvorsorge

Schnelles Internet ist längst nicht mehr nur ein Komfortmerkmal. Betriebe benötigen stabile Verbindungen für Warenwirtschaft, Kommunikation, Cloud-Dienste und digitale Genehmigungsverfahren. Schulen und Familien brauchen sie für Lernplattformen und Recherche. Im Gesundheitsbereich können digitale Anwendungen Wege ergänzen, ohne persönliche Versorgung zu ersetzen. Vereine organisieren Veranstaltungen und Mitgliederverwaltung online. Verwaltungen tauschen Dokumente aus und stellen Leistungen über Serviceportale bereit.

Gerade im ländlichen Raum zeigt sich aber, dass eine statistische Ausbauquote nicht automatisch einen nutzbaren Anschluss für jedes Haus bedeutet. Entscheidend ist die konkrete Adresse: Liegt die Leitung am Grundstück? Ist das Gebäude angeschlossen? Welche Geschwindigkeit ist buchbar? Wie teuer ist der Tarif? Funktioniert auch der Mobilfunk im Haus und unterwegs? Deshalb darf eine landesweite Erfolgsmeldung nicht mit der tatsächlichen Versorgung jeder Gemeinde im Wahlkreis verwechselt werden.

Aktuelle Funktion Der Landtag führt Philipp da Cunha als Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion und als Sprecher der Fraktion für Netzpolitik und Digitalisierung.
Veröffentlichte Position Philipp da Cunha bezeichnet schnelles Internet als Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse, wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe. Er fordert, den Ausbau leistungsfähiger Netze fortzusetzen.
Landkreis Rostock Der Landkreis verfolgt das Ziel, die Region im laufenden Jahrzehnt flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass weiterhin Adressen unterversorgt sind.
Digitale Verwaltung vor Ort Das Amt Güstrow-Land informiert über ein Onlineverfahren zum Bauantrag. Güstrow arbeitet an einer neuen kommunalen Website mit Anbindung an das Serviceportal MV, Barrierefreiheit und hoher Nutzerfreundlichkeit.

Was Philipp da Cunha aktuell und eindeutig vertritt

Digitalisierung gehört zu den am besten belegten politischen Arbeitsfeldern Philipp da Cunhas. Seine aktuelle Sprecherfunktion ist auf der offiziellen Seite des Landtages dokumentiert. In einer Erklärung vom Mai 2026 betonte er, dass Unternehmen, Schulen und private Haushalte eine stabile und leistungsfähige digitale Infrastruktur benötigen. Er verband den Netzausbau ausdrücklich mit gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land und forderte, ländliche Regionen weiterhin in den Mittelpunkt der Förderung zu stellen.

Auch zur Verwaltungsmodernisierung hat er sich 2026 konkret geäußert. Verfahren sollen nach seiner Darstellung einfacher, digitaler und schneller werden. Als positives Beispiel nennt er den digitalen Bauantrag. Zudem setzt er sich dafür ein, dass bereits vorhandene Daten besser zwischen zuständigen Stellen ausgetauscht werden, damit Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen dieselben Angaben nicht immer wieder neu einreichen müssen.

Beim Einsatz künstlicher Intelligenz formuliert er zugleich eine Grenze: KI soll Entscheidungen unterstützen, aber nicht ersetzen. Diese Aussage ist wichtig, weil Digitalisierung nicht nur Geschwindigkeit betrifft. Es geht ebenso um nachvollziehbare Verantwortung, Datenschutz, diskriminierungsfreie Verfahren und die Möglichkeit, eine Entscheidung von einem Menschen erklären und überprüfen zu lassen.

Landesweite Zahlen sind keine Wahlkreisquote

Die SPD-Landtagsfraktion veröffentlichte im Mai 2026 Zahlen zum Glasfaserausbau in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Diese Angaben dürfen nicht als gesonderte Versorgungsquote für Güstrow, Bützow oder den Wahlkreis 16 ausgegeben werden. Für eine belastbare lokale Bewertung sind adressgenaue Ausbauinformationen und aktuelle Angaben der zuständigen Projektträger erforderlich.

Digitalisierung hat im Wahlkreis mehrere Ebenen

Private Haushalte

Verlässlicher Anschluss statt theoretischer Verfügbarkeit

Familien, ältere Menschen und Beschäftigte im Homeoffice benötigen stabile Anschlüsse, verständliche Tarife und Hilfe bei technischen Fragen. Teilhabe darf weder am Einkommen noch an fehlenden digitalen Kenntnissen scheitern.

Unternehmen und Handwerk

Netze und Verfahren als Standortfaktor

Betriebe brauchen nicht nur Bandbreite, sondern auch sichere Verbindungen, digitale Verwaltungszugänge und erreichbare Ansprechpartner. Lange Ausfälle oder unklare Onlineverfahren können konkrete wirtschaftliche Folgen haben.

Kommunen und Ämter

Digitale Dienste mit persönlichem Zugang

Onlineangebote können Wege und Bearbeitungszeiten reduzieren. Gleichzeitig müssen Telefon, Sprechzeiten und Unterstützung erhalten bleiben, damit niemand durch fehlende Technik oder besondere Barrieren ausgeschlossen wird.

Schulen und Einrichtungen

Infrastruktur dauerhaft betreiben

Ein Anschluss allein reicht nicht. Geräte, WLAN, Software, Datenschutz, Wartung und kompetente Betreuung müssen zusammenpassen. Sonst bleibt Digitalisierung ein kurzfristiges Projekt statt eines verlässlichen Werkzeugs.

Aktuelle Beispiele aus dem Wahlkreis und dem Landkreis

Glasfaserausbau im Landkreis Rostock

Der Landkreis Rostock erklärt auf seiner aktuellen Informationsseite, dass der Ausbau seit 2019 läuft und erste Netze bereits funktionieren. Ziel ist eine flächendeckende Glasfaserversorgung im laufenden Jahrzehnt. Dafür werden sowohl privatwirtschaftlicher Ausbau als auch Förderprogramme genutzt. Der Landkreis weist zugleich darauf hin, dass weiterhin Adressen unterversorgt sind und in einer wachsenden Region neue Adressen hinzukommen können.

Diese offene Darstellung ist für die politische Bewertung wichtig. Sie macht deutlich, dass ein Ausbauprogramm nicht mit seinem Start abgeschlossen ist. Die letzten schwer erreichbaren Adressen, neue Wohn- und Gewerbestandorte, Hausanschlüsse und mögliche Lücken zwischen Projektgebieten bleiben eine Daueraufgabe. Für die Gemeinden im Wahlkreis braucht es deshalb transparente Karten, verständliche Zeitstände und klare Kontakte bei Verzögerungen.

Online-Bauantrag im Amt Güstrow-Land

Das Amt Güstrow-Land weist auf seiner Startseite auf das Onlineverfahren zum Bauantrag hin, das seit dem 1. März 2025 möglich ist. Der digitale Bauantrag ist zugleich ein Beispiel, das Philipp da Cunha in seiner Erklärung zur Staatsmodernisierung ausdrücklich hervorhebt. Vollständig digitale Verfahren können Abläufe vereinheitlichen und Medienbrüche verringern. In der Praxis kommt es jedoch darauf an, ob Formulare verständlich sind, Unterlagen in passenden Formaten eingereicht werden können und Rückfragen nicht in einem anonymen System verloren gehen.

Besonders kleine Handwerksbetriebe, private Bauherren und ehrenamtlich geführte Vereine benötigen häufig Beratung. Ein gutes digitales Verfahren sollte deshalb Statusinformationen, klare Zuständigkeiten und erreichbare Sachbearbeitung verbinden. Digitalisierung ist gelungen, wenn sie einen Vorgang vereinfacht und nicht lediglich Papierformulare auf einen Bildschirm überträgt.

Neue Website der Barlachstadt Güstrow

Die Stadt Güstrow berichtete im Februar 2026 über die Neugestaltung ihrer Internetseite. Als Schwerpunkte wurden die Anbindung an das Serviceportal Mecklenburg-Vorpommern, Barrierefreiheit, eine klare Menüstruktur, ansprechendes Design und hohe Nutzerfreundlichkeit genannt. Das Beispiel zeigt, dass kommunale Digitalisierung auch aus verständlicher Information besteht. Bürgerinnen und Bürger müssen Leistungen finden, Fristen erkennen und Kontaktwege nutzen können, ohne die innere Verwaltungsstruktur zu kennen.

Sieben Aufgaben für eine digitale Region

Die letzten Versorgungslücken nachvollziehbar schließen

Ausbaukarten und Zeitpläne sollten adressgenau, verständlich und regelmäßig aktualisiert werden. Bei Verzögerungen brauchen Einwohner und Unternehmen eine klare Auskunft darüber, wer zuständig ist und welcher nächste Schritt folgt.

Glasfaser und Mobilfunk gemeinsam betrachten

Ein guter Hausanschluss löst nicht jedes Problem unterwegs. Für Rettungsdienste, Landwirtschaft, mobiles Arbeiten und alltägliche Kommunikation ist auch ein stabiler Mobilfunkempfang in den Gemeinden und entlang wichtiger Wege erforderlich.

Digitale Verfahren vom Anliegen her entwickeln

Nutzerinnen und Nutzer sollten eine Leistung leicht finden, verständlich beantragen und den Bearbeitungsstand nachvollziehen können. Interne Zuständigkeitsgrenzen dürfen nicht zur zusätzlichen Belastung werden.

Daten nur einmal erheben und sicher austauschen

Behörden sollten vorhandene Angaben im rechtlich zulässigen Rahmen nutzen, statt sie mehrfach abzufragen. Voraussetzung sind klare Zugriffsrechte, Datensparsamkeit, Protokollierung und wirksamer Schutz vor Missbrauch.

Persönliche und analoge Zugänge erhalten

Digitalisierung darf keine Zugangssperre werden. Telefonische Hilfe, persönliche Termine und barrierefreie Alternativen bleiben notwendig, insbesondere für Menschen ohne eigenes Gerät oder mit Unterstützungsbedarf.

Kommunen bei Technik und Personal unterstützen

Kleine Verwaltungen können nicht jedes Fachverfahren allein entwickeln und betreiben. Gemeinsame Standards, Beratung, sichere Infrastruktur und Qualifizierung können Doppelarbeit reduzieren und die Qualität erhöhen.

Künstliche Intelligenz kontrolliert einsetzen

KI kann Routineaufgaben unterstützen, darf aber Verantwortung nicht verschleiern. Entscheidungen mit Folgen für Menschen müssen erklärbar, überprüfbar und einem verantwortlichen menschlichen Handeln zugeordnet bleiben.

Leitfrage an Philipp da Cunha

Wie wollen Sie den flächendeckenden Glasfaser- und Mobilfunkausbau beschleunigen und zugleich sicherstellen, dass digitale Verwaltungsleistungen einfach, barrierefrei, datensparsam und weiterhin durch persönliche Ansprechpartner ergänzt werden?

Häufige Fragen zu Glasfaser und digitaler Verwaltung

Welche aktuelle Funktion hat Philipp da Cunha in diesem Bereich?

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern führt ihn als Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Netzpolitik und Digitalisierung. Diese Funktion ist aktuell auf der offiziellen Abgeordnetenseite dokumentiert.

Was sagt er zum Ausbau digitaler Netze?

Er bezeichnet schnelles Internet als Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse, wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe. Ländliche Regionen sollen beim weiteren Ausbau im Fokus bleiben.

Wie weit ist der Wahlkreis bereits mit Glasfaser versorgt?

Eine einheitliche aktuelle Wahlkreisquote wird auf dieser Seite nicht behauptet. Der Landkreis informiert über laufende Förderprogramme und weiterhin unterversorgte Adressen. Für einzelne Orte und Häuser sind die jeweiligen Ausbauinformationen maßgeblich.

Warum reicht eine verlegte Leitung noch nicht aus?

Entscheidend ist, ob ein nutzbarer Hausanschluss besteht, ein Tarif gebucht werden kann und die Verbindung stabil funktioniert. Auch Endgeräte, Gebäudeverkabelung und technische Unterstützung spielen eine Rolle.

Was ist beim digitalen Bauantrag wichtig?

Unterlagen sollten vollständig digital eingereicht, Rückfragen nachvollzogen und Bearbeitungsstände eingesehen werden können. Gleichzeitig braucht es klare Hilfen für private Antragsteller und kleinere Betriebe.

Sollen persönliche Behördentermine abgeschafft werden?

Nein. Diese Landingpage vertritt ausdrücklich einen kombinierten Zugang. Onlineleistungen können Wege sparen, persönliche, telefonische und barrierefreie Angebote müssen aber für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen erhalten bleiben.

Welche Position vertritt Philipp da Cunha zu künstlicher Intelligenz?

Er erklärt, KI könne Verwaltungsentscheidungen unterstützen, solle sie aber nicht ersetzen. Der Einsatz müsse sorgfältig geprüft und koordiniert werden.

Wer trägt Verantwortung für den Glasfaserausbau?

Beteiligt sind private Telekommunikationsunternehmen, Bund, Land, Landkreis, Städte, Ämter und Gemeinden. Förderrecht, Planung, Tiefbau, Hausanschluss und Betrieb liegen deshalb nicht vollständig bei einer einzigen Stelle.

Offizielle Quellen und weiterführende Informationen

Transparenzhinweis: Landesweite Ausbauzahlen werden auf dieser Seite nicht als besondere Quote des Wahlkreises dargestellt. Belegte Aussagen Philipp da Cunhas werden von laufenden Projekten des Landkreises, der Kommunen und der Netzbetreiber getrennt. Nicht veröffentlichte Fertigstellungstermine oder Anschlusszusagen werden nicht erfunden.

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